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22.06.2021

Fahnenmast in St. Josef-Schmachtendorf beschädigt!


Flagge zeigen wollte die Gemeinde St. Josef-Schmachtendorf mit dem Hissen der Regenbogenfahne.

Auch andere Gemeinden der Pfarrei zeigten damit ein Statement, ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt der Lebensformen.

Dies geschah auf die Mitteilung aus dem Vatikan, womit Segnungsfeiern für homosexuelle Paare untersagt wurden.

Für viele ist dieses Symbol der Regenbogenfahne ein Zeichen für Veränderung, Frieden und der Hoffnung.

Alles Dinge, für die auch Kirche steht.

Im Essener Dom wurde eine Segensfeier für gleichgeschlechtliche Paare gefeiert und sowohl unser Bischof als auch unser Generalvikar haben sich mehrfach positiv zu diesem Thema geäußert.

Ein Großteil der Pfarreimitglieder steht dieser Art des „Zeichensetzens“ positiv gegenüber.

In der Propsteikirche St. Clemens wurde die Vitrine derart gestaltet, dass allen Besuchern die Möglichkeit gegeben wurde, dort ihre Meinung in Worte zu fassen und schriftlich niederzulegen. Sowohl positive als auch negative Meinungen fanden dort Gehör.

Nun aber wurde die Flagge in St. Josef-Schmachtendorf mit Gewalt entfernt. Sie wurde niedergerissen und der Fahnenmast dadurch beschädigt!

Sachbeschädigung als Antwort auf diese weltweite Zeichensetzung?

Sich als Christ und Mensch der Nächstenliebe bezeichnen, aber für diese Art der Verbundenheit nichts übrig haben?

Wie gerade auch die aktuelle Diskussion im Fußball mit der UEFA zeigt, ist Politik oft wichtiger als Menschenliebe. Konservative Einstellungen blockieren Menschen, die Veränderungen der Menschheit zu sehen und vor allem zu akzeptieren.

Zeigen wir weiterhin Flagge!