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21.01.2018

Still sein vor Gott

Bild: G. Beck

Ein Experiment

Stellen Sie sich vor, sie nehmen an einem Wortgottesdienst teil, und Sie werden nach der Verlesung der liturgischen Texte aufgefordert, sich in eine 15 minütige Stille Zeit vor Gott ins Gebet zu begeben.

Auf diese ausgefallene Idee kam der Gemeinderat der Liebfrauengemeinde, als feststand, dass in den Sommerferien leider keine Vorabendmesse in ihrer Gemeinde stattfinden wird. Man überlegte, zumindest an 2 Samstagen ein Angebot zu machen als Vorbereitung auf den Sonntag. Schnell wurde klar, dass es etwas kleines, einfaches sein muss. Da z.B. auch kein Kirchenmusiker zur Verfügung stand und die Zeit knapp war um sich um eine adäquate musikalische Unterstützung zu kümmern, kam man schnell zu der Überzeugung, dass es ein stiller und schnörkelloser Wortgottesdienst sein sollte und genauso schnell warf jemand eine Stille Zeit von vielleicht 15 Minuten ein.

Kaum stand die besagte Zeitspanne im Raum, wollte man diese auch schon relativieren. Vielleicht reichen ja zum Anfang 10 Minuten. Und wenn es nur 5 Minuten wären, ein Anfang wäre gemacht.

Jedoch, wenn die Stille Zeit das Wesensmerkmal dieses Gottesdienstes sein sollte – ist es dann klug, genau an dieser Stelle die Axt anzusetzen? Wir haben doch schon einige andere Inhaltspunkte knapp gehalten, was sollte denn dann noch das ausschlaggebende Argument sein, einen solchen Gottesdienst zu besuchen? Nein, es wurde immer deutlicher: an den 15 Minuten, da geht kein Weg dran vorbei.

Wir sollten unser Augenmerk also ganz besonders auf diese Stille Zeit lenken und versuchen diese so zu gestalten, dass sie auch von ungeübten zu bewältigen ist.

Am 28. Juli war es dann soweit. Wir hatten zum 1. Still-sein-vor-Gott Wortgottesdienst eingeladen, den wir mit einer kleinen Gemeinschaft feiern durften. Im Aufbau orientierte er sich stark am allgemein bekannter Struktur für einen Gottesdienst, wie wir ihn am Sonntag kennen. Und doch fielen die Unterschiede sofort ins Auge. Der Gottesdienst wurde nicht von einem Pastor im Messgewand geleitet, sondern von einer Wortgottesdienstleiterin in ziviler Kleidung. Auch Messdiener waren nicht zugegen – wozu auch, sollte es es doch keine Messe mit Eucharistie sein. Auch eine Kommunionausteilung war nicht vorgesehen.

Wir begannen mit Lied 184 aus dem Halleluja, „Wenn wir das Leben teilen“, dass wir ohne musikalische Begleitung sangen.

Nachdem der Gottesdienst soweit fortgeschritten war und die liturgischen Texte verlesen waren, sollte die Stille Zeit eingeleitet werden. Jetzt kam es darauf an. Wie wird diese Zeit von den Gottesdienstteilnehmern angenommen? Wird wirklich Ruhe sein oder werden wir durch ein laufendes Stühlerücken immer wieder gestört werden? Nur Mut, wir hatten uns doch auf diese Situation vorbereitet. Auch wenn wir jetzt nicht wirklich in der Lage waren, die Situation in gewünschter Weise zu beeinflussen, so waren wir uns auch bewusst, dass wir, die wir hier in Gottes Namen handeln und versuchen seinen Willen zu tun, ihn selbst als Beistand an unserer Seite wissen.

Die Einführung in die Stille Zeit übernahm ein Mitglied des Gemeinderates. Er gab einen kurzen Impuls aus seiner persönlichen Betrachtung des Evangeliumstextes. Es ging um das Wunder der Brotvermehrung (Johannes 6, 1-15). Er lenkte die Aufmerksamkeit darauf, wie es eigentlich dazu kam, dass das Wunder tatsächlich in Gang kommt. Da gab es keine kultige Handlung eines Magiers unserer Zeit, woraufhin plötzlich 5000 Brote und entsprechen viele Fische da waren. Nein, nach dem Segen lässt Jesus das verteilen was da war. Und, indem die Jünger anfingen, dass zu tun, was sie eigentlich für aussichtslos hielten, konnte das Wunder geschehen.

Jetzt hatte die versammelte Gemeinschaft genügend Input für ihre persönliche Stille-Zeit-vor-Gott. Im Gebet konnte man die eigenen Überlegungen über die Schriftlesungen vor Gott bringen. Auch die Dinge des Alltag der vergangenen Woche, was uns belastet und wofür wir Danken können, konnte Platz im ganz persönlichen stillen Gebet finden. Und wer nach einer Zeit vielleicht nicht weiß, was er/sie jetzt noch im Gebet bedenken soll, darf einfach nur still sein vor Gott und ihm für diesen Augenblick seine/ihre Zeit schenken - auch das ist Gebet.

Zur musikalische Untermalung wurde eine CD abgespielt. Die 3 Lieder gaben den Teilnehmern nicht nur darüber eine Orientierung, wie weit die vorgesehene Zeitspanne fortgeschritten war (niemand brauchte also auf die Uhr zu sehen) sondern führten durch ihre Texte in die Anbetung vor Gott. Als Beispiel soll dieses Textstelle dienen:

Licht dieser Welt, Du strahlst in unsrer Nacht auf,
leuchtest den Weg, lässt mich sehn.
Herr, deine Schönheit lässt mich anbeten.
Ewig werd ich vor dir stehen.

Text: Danny Plett

Und tatsächlich - es ist gelungen. Ohne Zwischenfälle der befürchteten Art verbrachte die Gemeinschaft 15 Minuten in der Stille vor Gott.

15 Minuten persönliches Gebet - 15 Minuten Anbetung - 15 Minuten in Gottes Gegenwart.

In Anbetracht dieser Tatsache kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das Experiment geglückt ist. Wir danken dem Herrn, dass er seinen Segen auf diesen Gottesdienst gelegt hat und da Gelingen geschenkt hat, wo wir selbst so unsicher waren. In diesem Sinne war es wie bei der Brotvermehrung: Indem wir einfach angefangen sind, obwohl wir uns nicht im Klaren darüber waren, wie es glücken kann, konnte, durch das Wirken des Heiligen Geistes, das Wunder geschehen.

Wir freuen uns deshalb schon Sie beim nächsten Termin am 18. August um 18:30 Uhr begrüßen zu dürfen. Schenken wir Ihm 15 Minuten unserer Zeit und gehen wir als Beschenkte aus dieser Stillen-Zeit-vor-Gott wieder nach Hause.

Günter Beck

08.05.2018

Was es heißt, Gemeinde Jesu Christi zu sein

In der aktuellen Pfarreizeitung Clemissio finden Sie einen Artikel zu unserem Liebfrauentag im Februar. Aus Platzgründen musste dieser gekürzt abgedruckt werden. Lesen Sie hier den vollständigen Bericht.

Zum 1. Liebfrauentag versammelten sich mehr als 50 Gemeindemitlieder und Interessierte um christliche Gemeinschaft auf der Scharzen Heide und Biefang nicht nur zu denken, sondern auch einzuüben.

In Liebfrauen scheinen die Uhren etwas anders zu ticken. Der Pfarrentwicklungsprozess führt in allen Gemeinden der Pfarrei St. Clemens zu deutlichen Veränderungen. In diesem Punkt unterscheidet sich die Liebfrauengemeinde nicht von den anderen Gemeinden. Dennoch spüren die Gemeindemitglieder, dass es hier deutlich schneller zu diesen gravierenden Veränderungen zu kommen scheint. Zwei Punkte sind hier vor allem zu nennen: 1. Schon jetzt wird die Gemeinde nicht von einem Pastor geleitet, sondern von unserer Gemeindereferentin Frau Malitius. Für die Zukunft sind wir auf dem Weg, die Leitungsaufgaben eigenverantwortlich in ehrenamtlicher Tätigkeit auszuüben. Und 2. Schon bald, nämlich in ca. 2 Jahren, werden wir das Kirchgebäude unseres Klosters als Gottesdienstraum aufgeben müssen, da der Pachtvertrag mit den Kapuzienern auslaufen wird. Wir ziehen dann, deutlich früher als andere Gemeinden, denen ein ähnliches Schicksal bevorsteht, in unser Gemeindehaus, von dem fortan alle Aktivitäten ausgehen werden.

Der Gemeinderat lud nun, am 17. Februar zum 1. Liebfrauentag in dieses Gemeindehaus ein. Dieser Tag sollte vor allem dem Informationsfluss vom Stand des Projektes zur ehrenamtlichen Gemeindeleitung und die konkreten Auswirkungen des Pfarrentwicklungsprozesses auf die Liebfrauengemeinde in beiden Richtungen dienen. Die Gemeindemitglieder zeigten sich sehr interessiert daran, wie es auf der Schwarzen Heide für sie als Gemeinde weiter gehen kann. Aber auch der Gemeinderat konnte sich über wertvolle Impulse und Anregungen aus der Gemeinde freuen.

Aber, wir wollten mehr. Wir wollten ein Stück weit, die zukünftige Gestalt der Gemeinde ausprobieren. Wollten schmecken, wie Gemeinschaft aussehen kann und wie geistliche Arbeit die Gemeinde im Geiste Jesu formen kann. Wir wollten nicht nur reden, wir wollten auch ins Tun kommen.

Einen großen Raum nahm aus diesem Grunde dann auch ein Bibliolog, einer dialogischen Auseinandersetzung mit einer Bibelstelle aus dem Johannesevangelium (Joh 21, 1-14). Es handelte sich um die Szene, als die Jünger nach Jesus Tod wieder fischen gehen wollten, aber die ganze Nacht nichts fangen konnten. Als Jesus am Ufer dazukam, riet er ihnen, die Netze auf der anderen Seite des Bootes noch einmal auszuwerfen … Im großen Kreis gingen wir gemeinsam die einzelnen Sequenzen durch. Man versetzte sich in die unterschiedlichen Akteure und äußerte seine momentanen Gefühle. So näherten wir uns Stück für Stück der tieferen Bedeutung dieses Evangeliumstextes. Ich empfand diesen Bibliolog als sehr intensiv und denke, dass Gott hier bei vielen der Teilnehmer etwas bewirkt hat. Es fällt nicht schwer, die Brücke zu unsere aktuellen Situation als Gemeinde zu schlagen. Wenn wir in der Vergangenheit auch viele Dinge gemacht haben, die durchaus auch erfolgreich waren, so bedeutet es auch, dass wir jetzt, da sich vieles verändert, die Aufgaben noch einmal neu, in einer anderen Art anfassen müssen. Jesus selbst erteilt uns diesen Rat und wir tun gut daran, ihn zu befolgen.

Wir möchten uns recht herzlich bei allen Bedanken, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Ich möchte vor allem Frau Woltering Dank sagen, die uns als Begleiterin im Prozess um die ehrenamtliche Gemeindeleitung vom Bistum zur Seite gestellt wurde. Sie führte uns geschickt durch den Tag. Sowie bei der Gemeinde selbst, die mit einer Teilnehmerzahl von 50 plus deutlich gemacht hat, dass es in Liebfrauen weiter gehen soll und wird. Ich gehe davon aus, dass dieser 1. Liebfrauentag nicht der letzte seiner Art gewesen sein wird.

 

Für den Gemeinderat, Günter Beck

 

 

21.01.2018

1. Liebfrauentag - Neuer Termin steht fest

Nachdem im Zuge des Pfarrentwicklungeprozess eine eindeutige Zusage von Seiten der Pfarrei gegeben wurde, dass wir als Gemeinde auch zukünftig über eine bauliche Räumlichkeit verfügen werden, sehen wir voller Zuversicht in die Zukunft.

Wir freuen uns deshalb, zu den Ihnen bereits beim letzten Gemeindefest angekündigten 1. Liebfrauentag, einladen zu können.

 


 

 Herzliche Einladung also
zum 1. Liebfrauentag
am 17. Februar 2018 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
in unserem Gemeindesaal.

 


 

Eingeladen sind alle Interessierten Gemeindemitglieder gleich welchen Alters. Jeder kann seinen Beitrag und seine Vorstellungen mit einbringen, selbst die Kleinsten, für die wir auch etwas vorbereitet haben.

Wir wollen an diesem Nachmittag nicht Ihnen unsere Vorstellungen einer Gemeinde, die sich selbst in ehrenamtlicher Leitung trägt, näherbringen, sondern mit Ihnen gemeinsam herausfinden, welche Inhalte uns allen wichtig sind, die uns als Gemeinde tragen und in die wir in Zukunft unser Engagement als Gemeinde konzentrieren wollen.

Selbst die Kaffeepause kann dem gemeinschaftlichen Austausch dienen, wo Sie sich kreuz und quer über die Gruppengrenzen hinweg vernetzen können.

 


Anschließend sind alle eingeladen zum Besuch der Vorabendmesse in der Liebfrauenkirche. Denn hier, vor Gottes Angesicht, können wir all unsere Unsicherheiten und Ängste im Gebet unserem Hern anvertrauen. Er wird uns leiten und schützend seine Hand über unser Schiff halten.

08.07.2017

1. Liebfrauentag - Termin verschoben

Leider müssen wir durch aktuelle Entwicklungen im Pfarreientwicklungsprozess den Liebfrauentag verschieben, bis die Rahmenbedingungen für das Projekt „Ehrenamtliche Gemeindeleitung“ in der Pfarrei geklärt sind.

Bitte geben Sie diese Informationen an möglich viele Gemeindemitglieder weiter.

Ihre Melanie Malitius, Frau Bolle-Severin und Frau Woltering (Begleiterinnen des Bistums Essen)

 


 

Der Prozess, der unsere Gemeinde befähigen wird, die Leitung in ehrenamliche Hände aus den eigenen Reihen zu legen, nimmt Fahrt auf.

Jedoch, so ein gewagtes Unternehmen kann nur gelingen wenn die Gemeinde zu jedem Zeitpunkt über die aktuelle Entwicklung im Bilde ist. Uns ist dabei bewusst, dass das allein noch nicht reicht. Gemeindeleitung kann nicht über den Köpfen der Gemeinde geschehen.

Deshalb wollen wir uns, gemeinsam mit Ihnen aufmachen, die Segel zu hissen, um unbekanntes Land zu entdecken. Gemeinsam mit der Inspiration und der Kraft des Heiligen Geistes dürfen wir vertrauensvoll aktiv werden. Wir wollen gemeinsam überlegen, wie wir in Zukunft Gemeinde sein werden.

 

Herzliche Einladung also
zum 1. Liebfrauentag
am 23. September 2017 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
in unserem Gemeindesaal.

 

Anschließend sind alle eingeladen zum Besuch der Vorabendmesse in der Liebfrauenkirche. Denn hier, vor Gottes Angesicht, können wir all unsere Unsicherheiten und Ängste im Gebet unserem Hern anvertrauen. Er wird uns leiten und schützend seine Hand über unser Schiff halten.

Ein Tag wie kein Anderer

Bilder: Melanie Malitius

06. Juli 2017

Klausurtag am 1. Juli 2017 des Gemeinderates brachte überraschende Erkenntnis über die Sozialstruktur der ansässigen Bevölkerung.

Auf dem Weg zur ehrenamtlichen Gemeindeleitung hat sich der Gemeinderat die Mühe gemacht, den Sozialraum der Menschen auf der Schwarzen Heide und Biefang unter die Lupe zu nehmen. „Wir wollen wissen, um welche Menschen es geht, wenn wir darüber nachdenken, wie und mit wem wir zukünftig Gemeinde sein wollen.“

Der Tag gliederte sich für die Teilnehmer in 2 Teile. Zunächst wurde in 2 Kleingruppen gearbeitet. Die 1. Gruppe nahm die Sinusstudie des Bistums Essen, heruntergebrochen auf unseren Stadtteil, unter die Lupe, um herauszufinden, welche Milieus in unserem Stadtteil leben. Die zweite Gruppe sollte ihr Wissen zu 6 Blickweisen (Soziales, Religion, Politik, Kultur, Wirtschaft, Ökologie) auf den Stadtteil zusammentragen.
Fr. Bolle – Severin ergänzte die Arbeiten mit amtliche Statistiken über die Bevölkerung der Stadt. Entgegen dem Bild, dass viele der Teilnehmer über ihren Stadtteil hatten, kam zu Tage, dass im Umfeld der Liebfrauengemeinde eine sehr große Gruppe an Mitbürgen mit geringen Einkommen wohnt. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal deutlich, dass wir unsere Angebote als Gemeinde vor Ort an allen hier wohnenden Menschen ausrichten müssen und gemäß dem Wunsch von Papst Franziskus an die Ränder der Gemeinde gehen müssen. Es wurde bemerkt, dass z.B. die Menschen in Biefang, rund um die Kapelle St. Konrad, hier sicher stärker in den Blick zu nehmen sind.

Der 2. Teil war geprägt von Bewegung. Es hilft nichts, wann man sich einen Sachverhalt nur theoretisch aneignet. Und so setzte man sich in den Bus der Pfarrei und fuhr die Orte ab, um sich die Situation vor Ort anzusehen. Heraus aus den Zahlen der Statistiken, rein in die Gemeinde, zu den Menschen. Sich aufmachen und vom Nachdenken ins Tun kommen. Die Zahlen nahmen Gestalt an, als man die erarbeiteten Sachverhalte in der Realität des Ortsteils wiederfand. Dabei ging es weniger darum neue Erkenntnissen zu erlangen, sondern die gemachten Erkenntnisse aus dem 1. Teil zu vergegenwärtigen und zu vertiefen.

Beim Antrittsbesuch unseres Propstes Dr. Fabritz in der Liebfrauengemeinde gebrauchte er in seiner Predigt ein mundartliches Zitat des ehemaligen Ruhrbischofs Felix Genn „Sie müssen de Kirsche lieeben.“ (besser natürlich im Original) Mit diesem Zitat kann man auch das Résumé dieses Klausurtages überschreiben, dessen Intensität bei jedem der Teilnehmer bleibende Spuren hinterlassen hat. Allein der zweite, praktische Teil führte dazu, sich mit den Brüdern und Schwestern des Ortsteils in ihrer Unterschiedlichkeit zu identifizieren, egal wie nah oder fern sie der Kirche stehen. Die Identifikation führt zum Mitfühlen und weckt den Wunsch das Leben zu teilen.

Wir müssen die Kirche lieben meint: Wir müssen die Menschen lieben, die Teil dieser Kirche sind und die die Kirche vor Ort im Wesen ausmachen. Das ist ein hoher Anspruch und eine noch größere Aufgabe, die wir sicher nicht allein bewältigen können. Doch wir wissen einen starken Partner an unserer Seite, Jesus Christus, der uns zum Bruder wurde und uns gezeigt hat, wie ein Leben aus der Liebe Gottes heraus gelingen kann.

*Zu den Ergebnissen des Klausurtages wird noch ein detaillierter Bericht gefertigt, den wir gerne an dieser Stelle nachreichen werden.

Bei der Sache
Gruppenarbeit
Aufbruchstimmung
Expeditionstaxi
Besichtigung des Areals der St. Konrad Kapelle
... und von innen
Ergebnisse werden festgehalten
... und anschaulich präsentiert

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Liebe Gemeinde und Gäste

Auf dem Foto sind zu sehen: Vorn: Fr. Bolle-Severin, Propst Dr. Peter Fabritz
Im Hintergrund: Günter Beck, Heike Wülbeck, Marlies Bork, Karin Wieners, Anneliese Breuckmann, HansJörg Witter, Doris Kleinert, Roman Blaut, Melanie Malitius Foto@ Christina Impellizzieri

20. Mai 2017

am 03.05.2017 fand im Kloster Liebfrauen ein „historischer“ Moment statt. Mit diesen Worten beschrieb Propst Dr. Peter Fabritz den Augenblick der Unterzeichnung des Kontrakts zwischen dem Bistum, der Pfarrei St. Clemens, der Gemeinde Liebfrauen und den Begleiterinnen Fr. Bolle-Severin und Fr. Woltering!

Wir, die Gemeinde Liebfrauen und die Gemeinde Heilige Familie in Essen auf der Margarethenhöhe, werden in den nächsten 1,5 Jahren in einem geschützten Rahmen, zieloffen darüber nachdenken können, wie Gemeinde in Zukunft Glauben leben kann, angesichts leerer Kassen und ohne eigenes Personal.

Im Kontrakt heißt es dazu: „Das Bistum Essen unterstützt im Zukunftsbild-Projekt „Modelle Ehrenamtlicher Leitung“ Gemeinschaften (Gemeinde, Gruppen, Kirchorte,…) bei der Entstehung und Erprobung neuer Modelle ehrenamtlich geleiteter Gemeinden, die in einem abgesicherten Rahmen Erfahrungen sammeln.“

Ziele des Prozesses sind:

  • Auseinandersetzung mit theologischen und pastoralen Bedingungen.
  • Wahrnehmung der Realitäten im Lebensraum der Gemeinde / Gemeinschaft.
  • Entwicklung eines den Gegebenen angemessenen Leitungsmodells. (Selbstverständnis, Rollen und Aufgaben, Vernetzung und Kommunikation)
  • Einbettung der Gemeinde in die Pfarrei und in die katholische Kirche
  • Im Vorfeld der Unterzeichnung des Kontrakts haben Pfarrge- meinderat, Kirchenvorstand und Pastoralteam diesem Projekt zugestimmt.

Wir wünschen uns, gemeinsam mit Ihnen allen auf dem Weg zu sein. Gemeinsam Lösungen und Wege zu finden, die im Sinne der Gemeinschaft, der Pfarrei und der Kath. Kirche sind. Bitte gehen Sie diesen Weg mit uns! Ihr Gemeinderat Liebfrauen


17. Februar 2017

Im Jahr 2015 wuchs das Interesse, wie wir unser Gemeindeleben mit hauptamtlicher Begleitung organisieren und gestalten können. Nach einem intensiven Klausurtag im September 2015 fiel dann die Entscheidung, dass wir als Gemeinderat einen Weg vorbereiten wollten, der diesen Gedanken lebendig werden lassen konnte.

In Zusammenarbeit mit dem Bistum hat sich dann die Gemeinde um die Aufnahme in das Projekt "Modelle ehrenamtlicher Gemeindeleitung" des Bistum Essen beworben. Das Bistum hat uns in dieses Projekt aufgenommen und uns seit Januar eine Begleitung zur Seite gestellt.

Ab diesem Jahr werden wir den Weg mit Frau Marlies Woltering und Frau Cornelia Bolle- Severin vorbereiten.