© Arun J. Mathur

Sakramente

Das Wort "Sakrament" kann man grob als "Heilige Handlung" oder "Heiliges Zeichen" übersetzen. Das Sakrament ist nach dem Kirchenlehrer Augustinus ein Zeichen, das auf das göttliche Leben in Christus hinweist und es enthält. Im Grunde genommen wird durch diese Zeichen das Wort Gottes sichtbar.

Die Anzahl der Sakrament auf die Zahl "Sieben" hat sich erst im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet. Diese Zahl bedeutet: Vollendung und Erfüllung unseres irdischen Lebens.

Es gibt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Weihesakrament, Ehe.

Die Beerdigung ist kein Sakrament, denn ein Sakrament ist eine Handlung an den Lebenden. Die Beerdigung ist ein Gebet für den Verstorbenen, dass das göttliche Handeln in seiner Auferstehung an ihm offenbart wird. Deswegen kann dieser Ritus von jedem Christen vollzogen werden, der vom Bischof beauftragt wurde. Natürlich ist eine Einführung und Fortbildung im Beerdigungsdienst notwendig. Seit einem Jahr werden in  unserem Bistum auch ehrenamtliche Männer und Frauen hierzu ausgebildet und beauftragt. Da es sich aber um einen besonderen kirchlichen und sensiblen Dienst handelt, muss der Pfargemeinderat und der Gemeinderat der Ausbildung und Beauftragung zustimmen.

Oft wird das Sakrament der Krankensalbung als Letzte Ölung bezeichnet. Dies ist aber falsch. Denn die Krankensalbung soll den Kranken aufrichten und Stärkung schenken. Woher die Bezeichnung "Letzte Ölung" kommt, ist nicht eindeutig. Vermutlich weil im Volksmund die Krankensalbung immer das letzte Sakrament war, welches ein Mensch empfing. Es wird auch irrtümlich angenommen, dass die Krankensalbung nur den Sterbenskranken oder alten Menschen vorbehalten ist. Das Sakrament der Krankensalbung ist jedem gläubigen Menschen jeglichen Alters zugänglich.

Pastor Arun J. Mathur