Leben Plus +


Firmvorbereitung 2018 in den Nordgemeinden

Gemeindeübergreifende Vorbereitung

Die Firmvorbereitung erfolgt seit einigen Jahren gemeinsam in den Gemeinden St. Theresia v.K.J. (Walsumermark), St. Johann (Holten) und St. Josef (Schmachtendorf). Auch die Gemeinde St. Barbara (Königshardt) macht in diesem Verbund mit, setzt in diesem Jahr einmal aus, ist im nächsten Jahr aber voraussichtlich wieder dabei.

Der Auftakt

Etwa ein dreiviertel Jahr vor dem Firmtermin startet die Katechese mit einem Firmlingstag unter einem Motto, das die besondere Bedeutung der Firmung für die jungen Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein betont. In diesem Jahr war die Auftaktveranstaltung am 9. März. Um 18:00 Uhr trafen sich die Firmbewerber zur Auftaktveranstaltung in der Gemeinde St. Johann.

In diesem Jahr lautet das Motto: „Leben Plus +“. Es weist darauf hin, dass der Glaube an Jesus Christus das Leben der Jugendlichen bereichern kann und ihm einen zusätzlichen Wert gibt.
Alle interessierten Jugendlichen treffen sich zu einem ersten Kennenlernen, Orientieren und einem gemeinsamen Gottesdienst. Hier werden auch die Einzel-Gruppen gebildet, die sich im 2-wöchigem Abstand treffen, und über die Themen „Identität/Sinn/Leitbilder“, „GOTT“, „Jesus Christus“, „Heiliger Geist“, „Gemeinde“, „Schuld/Buße/Versöhnung“ und die Sakramente, besonders das Sakrament der Firmung, sprechen.

Die Gruppen

Die Gruppen werden angeleitet durch ein Team von Katecheten aus den drei Gemeinden. Das Team setzt sich zusammen aus langjährigen und erfahrenen Katecheten, aber auch immer wieder neuen Frauen und Männern, die zu ihrem eigenen Glauben stehen und ihn gerne mit anderen teilen möchten.
In diesem Jahr nehmen ca. 50 Firmlinge an der Vorbereitung teil, die in mehreren Gruppen vorbereitet werden. In jeder Gemeinde findet mindestens eine Gruppe statt.
Sie werden betreut von:
In St. Johann: Petra Breuker/Susanne Hospital
In St. Josef: Stefan Lange/Thomas Wulf
In St. Theresia vom Kinde Jesu: Katharina Matuszak/Christina Schumacher

Die Leitung erfolgt durch Pastor Hans-Werner Hegh und Gemeindereferentin Annette Brautmeier. Weitere Helfer unterstützen die großen gemeinsamen Events, wie z.B. Andreas Schneider oder Ulrich Thiemann.

Aktionen

Neben den Gruppenstunden finden viele gemeinsame Treffen in der „Großgruppe“ statt, so dass die Firmbewerber sich untereinander nicht nur in den Gruppen begegnen, sondern in einem großen Rahmen gemeinsam Erfahrungen sammeln können.

Liturgische Nacht

Eines dieser Treffen ist die liturgische Nacht, die im Allgemeinen in der Jugendkirche Tabgha stattfindet. Unter einem Motto, das die Jugendlichen betrifft und anspricht, und stets die Frage stellt: „Wie gestalte ich meine Beziehung zu Gott“, wird in ausführlicher Form im Rahmen der katholischen Liturgie ein intensives Auseinandersetzen mit der eigenen Einstellung zum Glauben praktiziert. Verschiedene Workshops sind Bestandteil der liturgischen Nacht und werden nacheinander von allen Teilnehmern durchlaufen. Dabei üben sie Selbsterfahrung, Begegnung mit Zeichen und Bräuchen der Kirche, kreative Elemente, und – wie es guter Brauch ist – feiern mit Gesang.

Wochenend-Seminar

Eines der Highlights in der Firmvorbereitung ist ein abwechslungsreiches und spirituelles Wochenende, das in diesem Jahr erstmalig in der Jugendburg Gemen stattfindet. An diesem Wochenende wird anhand eines zentralen Gestaltungselementes, wie ein Film oder ein Rollenspiel, über Fragen wie „Was ist mir heilig?“ und „Was ist los in der Welt?“ und die eigene Zukunft gesprochen. Aber auch Aktionen durch Bewegungsspiele und ruhige Momente mit einer meditativen Zeitreise werden durchgeführt.

Offene Angebote in der Freizeit von einer Nachtwanderung, über Tischtennis- und Kickerspiele bis zum gemeinsamen Singen mit Live-Gitarrenmusik am offenen Kamin gehören natürlich immer mit dazu.

Liturgische und spirituelle Angebote

Während der Vorbereitungszeit werden Gottesdienste in allen Gemeinden angeboten, die von den Jugendlichen der Firmgruppe(n) der jeweiligen Gemeinde vorbereitet werden. Hier sind alle Firmbewerber eingeladen, die Liturgie in einer auf sie speziell zugeschnittenen Form zu erleben. Besuche heiliger Orte, wie z.B. Kloster in der Umgebung und Angebote der TABGHA-Jugendkirche werden innerhalb der Gruppentreffen eingeplant. Auch Spätschichten in der Adventszeit in St. Josef und St. Theresia oder Frühschichten in der Fastenzeit in St. Theresia gehören zum offenen Angebot.

Der Jugendkreuzweg auf die Halde Zeche Prosper Haniel ab 6.00h morgens bietet den Jugendlichen Gelegenheit zur aktiven gemeinsamen Glaubenserfahrung. Die Örtlichkeit, die den Jugendlichen zwar vertraut ist, wird unter anderen Bedingungen und zu einer anderen Zeit ganz anders wahrgenommen und stellt so einen besonderen Rahmen für ein prägendes Erlebnis.

Beim „Fest der Versöhnung“ bekommt jeder Jugendliche das Angebot, ein vertrauliches Gespräch mit einem Priester zu führen, und wenn er / sie es wünscht, das Versöhnungssakrament zu empfangen.

Glaube vor Ort

Wenn es zeitlich machbar ist, erkunden die Jugendlichen in einem Stadtspiel in Holten mit dem zentralen Motto „Glaube vor Ort“ mit allen Firmlingen die religiösen Stätten in dem Stadtteil. Auf diese Weise können sie auch die Glaubensausübung der Protestanten sowie andere Religionen wie das Judentum kennen lernen.

Bistumsaktion

Auch das Bistum bietet Aktionen, die sich an die Firmlinge des aktuellen Jahrgangs richten. Diese Aktionen, die im Allgemeinen an einem Tag am Wochenende stattfinden, sind sehr vielseitig und speziell auf die Jugendlichen zugeschnitten. Hier erfahren die Firmbewerber, dass sie Teil einer großen Gemeinschhaft sind. Speziell diese Erfahrung ist wertvoll und beeindruckt die Firmlinge sehr. Sofern sich der Termin mit der Firmvorbereitung vereinbaren lässt, bemühen sich die Katecheten, mit den Firmlingen teilzunehmen.

Der Firmgottesdienst

In diesem Jahr wird Bischof Schepers das Sakrament der Firmung in der Kirche St. Johann spenden.

Die Feier findet statt am Freitag, dem 9.11.2018 um 18:00 Uhr.

Die Firmlinge gehen in ihren Gruppen gemeinsam zur Firmung und empfangen in dieser Gemeinschaft das Sakrament, was ihnen das Gefühl vermittelt, gestärkt in die Gemeinschaft der Gläubigen als vollwertiges Mitglied aufgenommen zu sein.

Das Firmsakrament

Durch die Firmung wird der heilige Geist auf die Firmlinge herabkommen. Der Prophet Jesaja hat sieben Gaben des heiligen Geistes niedergeschrieben: Der Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates und der Stärke, der Erkenntnis und der Frömmigkeit und der Geist der Ehrfurcht vor GOTT.

Wir Katecheten hoffen, dass es uns gelingt, die Jugendlichen ihren eigenen Glauben klarer erkennen zu lassen, dabei GOTT und Jesus Christus wieder etwas näher zu bringen und das gemeinsame Erleben des Glaubens innerhalb der Gemeinde zu aktivieren. Aber auch, wenn die Jugendlichen intensiver über sich selbst nachdenken und sich selber besser kennenlernen, ist ein wichtiger Schritt, die „Rufzeichen GOTTes“ im eigenen Leben zu erkennen, geschafft.

Diese vielen Aktionen können nur deshalb gelingen, weil viele Katecheten gemeinsam mitmachen. Dies wurde in vielen Stunden mit Spaß und Freude erfolgreich geschafft. An dieser Stelle hierfür allen, die mit bei der Vorbereitung helfen, einen großen herzlichen Dank!!!!

Die Firmung bildet den Abschluss der stufenweise erfolgenden sakramentalen Eingliederung in die Kirche (Taufe, Buße, Eucharistie, Firmung). Sie soll die jungen Menschen befähigen und bestärken, ihren eigenen Lebensweg in der Nachfolge Jesu zu gehen. Bei der Firmung bekräftigen und bestätigen junge Christen das Versprechen, das ihre Paten einst bei der Taufe für sie abgelegt haben. Die Firmung ist sozusagen die Vollendung der Taufe. Mit der Firmung ist die persönliche und bewusste Entscheidung für den Glauben verbunden.

Der Gefirmte zeigt seine Bereitschaft, sein Denken und Handeln am Leben Jesu auszurichten. Er will sich in seinem Namen und in seinem Geist in Kirche und Gesellschaft engagieren.

Zentraler Ritus der Firmung ist die Salbung der Stirn des Firmlings durch den Bischof mit Chrisam. Diese Handlung steht für den Empfang des Heiligen Geistes. Gleichzeitig erinnert die Salbung mit dem heiligen Öl an das zwar unsichtbare, aber unauslöschliche Zeichen, das dem Gefirmten durch das Sakrament aufgedrückt wird, und das ihn als zu Christus gehörend ausweist.

Kontakt für St. Theresia:

Pastor Hans-Werner Hegh, Tel. 63 55 41 55, St.Theresia.Oberhausen@bistum-essen.de