Das christliche Buch

Bild: Paul Bence (CC BY-NC 2.0)

Mit unserem Buchtipp wollen wir Ihnen von Zeit zu Zeit ein Buch vorstellen, das sich mit dem christlichen Glauben befasst.
Wir verfolgen dabei einen ökumenischen Gedanken und werden bei der Buchauswahl nicht nur Bücher aus dem katholischen Bereich berücksichtigen.

"Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute!"
(Thessalonicher  5,19-21)

Mit der Bibel in den Urlaub

Ich glaube, ich liefere hiermit den wohl ungewöhlichsten Buchtipp ab, den Sie seit langem gelesen haben. Es ist eigentlich kein Buchtipp im engeren Sinne. Es handelt sich vielmehr um eine bestimmte Art mit einem Buch umzugehen, bzw. sich seines Inhalts zu nähern und zu Eigen zu machen.

Bible Art Journaling

"Kreatives Bibel Tagebuch" - Drei Worte sollen umschreiben, worum es bei dieser Art geht, mit dem Inhalt der Bibel etwas zu machen. Nicht jedem ist es gegeben, Texte zu analysieren und im Falle der Bibel, z.B. durch Studium tiefergehende Erkenntnisse aus ihnen zu ziehen. Dies ist keine abwertende Feststellung sondern beschreibt lediglich, dass Menschen unterschiedliche Zugänge zu den Bibeltexten haben bzw. brauchen. Neben den Selbststudium kann auch das aktive Zuhören bei Predigten oder die Auseinandersetzung mit Bibelstellen z.B. beim Bibelteilen  in einer Gruppe ein Weg sein. Wichtig dabei ist, dass das Wort in den Menschen dringt, wo es anfangen kann zu wirken und Frucht hervor zu bringen.

Das Bible Art Journaling fordert uns nun heraus, ein  biblisches Tagebuch zu führen und zwar in künstlerischer und kreativer Weise.

Mein Buchtipp lautet also konkret: Nehmen Sie auf Ihrer nächsten Reise doch mal eine Bibel mit und probieren Sie diese kreative Art aus mit Gottes Wort in Kontakt zu treten. Schauen Sie sich bitte das nachfolgende, sehr informative Video an, das anschaulich beschreibt, worum es beim Bible Art Journaling geht und wie es praktisch aussehen kann.

Noch ein paar Wort zur Vorgehensweise. Im Grunde wird ja in der Bibel direkt hineingemalt, um es ganz vereinfacht zu sagen. Ich kann mir vorstellen, dass das für Sie ein große Überwindung fordern würde, da wir vor diesem Buch und somit vor dem Worte Gottes doch einen hohen Respekt haben. Das ist auch vollkommen richtig so. Deshalb empfiehlt sich auch unbedingt die Anschaffung einer speziellen Journaling-Bibel, die extra zu diesem Zweck genügend Platz lässt, damit Sie Ihre persönliche Bibel gestalten können ohne das Wort selbst übermalen zu müssen.

Leider gibt es diese speziellen Bibel nicht in der Einheitsübersetztung, die ja im katholischen Breich üblich ist. Wenn Sie der Einheitsübersetzung den Vorzug geben, schauen Sie bitte nach einer Bibel mit etwas dickerem Papier, damit die Seiten durch Ihre Bearbeitung nicht all zu sehr leiden.

Aber auch die folgende Lösung kann Ihnen dienen, Hemmnisse zu überwinden, um sofort mit dem Journaling anzufangen. Fertigen Sie Ihre persönliche Gestaltung zu einem Bibeltext auf einem separaten Blatt Papier und legen Sie dieses anschließend an die Stelle Ihrer Bibel, wo Sie auch den Text dazu gefunden haben.

Vielleicht ist diese Form, sich mit der Bibel einmal neu auseinander zu setzen, ja genau das Richtige für Sie. Probieren Sie es ainfach mal aus - vielleicht auf Ihrer nächsten Urlaubsreise.

 

 vorgestellt von Günter Beck


Johannes Hartl - Einfach Gebet

 

Zwölfmal Training für einen veränderten Alltag

Schon wieder ein Gebetbuch? Keineswegs. Johannes Hartl gibt seinen Lesern keine Gebete vor, die man bei gegebenen Anlass aus der Tasche ziehen kann und los geht's.

Haben Sie nicht auch manchmal den Eindruck, Ihr Gebet ist kraftlos geworden? Das Herunterbeten diverser bekannter und weniger bekannter Gebete bringt Sie nicht wirklich weiter? Johannes Hartl, katholischer Theologe und Gründer des Gebetshauses in Augsburg, ist der Praxis des Gebets auf den Grund gegangen und zeigt uns in 12 anschaulichen Beispielen, wie wir das Gebet neu für uns entdecken können.

Seine Beispiele orientieren sich dabei an alltäglichen Lebenssituationen, die jeder in irgendeiner Form kennt, vielleicht sogar aus eigener Erfahrung. Am Ende fragt sich der Leser, warum er nicht schon selbst darauf gekommen war. Hartl macht es dem Leser leicht ihm in seine Gedankenwelt zu folgen und man bekommt buchstäblich Lust, das Gelesene selbst in die Tat umzusetzen. Genau darin liegt meines Erachtens der besondere Wert dieses kleinen Gebethelfers. Wenn es gelingt, die Lust am Gebet neu zu wecken und das Gebet in den Altag jedes Einzelnen zu integrieren, sind wir auf dem richtigen Weg. Auf dem Weg, der uns näher zu Jesus und dem Vater im Himmel führt. Auf dem Weg, den Alltag mit Jesus zu bestreiten und so Rat und Beistand für jeden Tag zu erhalten.

---> Leseprobe

Für Sie reingeschaut: Günter Beck