Die siebziger und achziger Jahre

Einweihung des Kindergartens

Im April 1969 wurde beschlossen, einen zusätzlichen Kindergarten zu bauen. Die Arbeiten wurden alsbald begonnen und im Juli 1970 konnte die Eröffnung stattfinden. Die Namen für die Kindergärten waren schnell gefunden. In Erinnerung an die hochherzigen Stifter des gesamten Kirchengrundes erhielten sie die Namen St. Magdalena und St. Georg.

Am 20.4.1975 konnte die von der Firma Breil in Dorsten gebaute Orgel ihere Bestimmung übergeben werden. Das aus diesem Anlass stattfindende Chorkonzert unter Leitung des seit 1974 in der Pfarre tätigen Organisten und Chorleiters Wolfgang Schwering wurde von den vielen Besuchern begeistert aufgenommen.

Pfarrheim

Die im Oktober 1976 in Angriff genommenen Arbeiten zum Bau eines Pfarrzentrums wurden von den Gemeindemitgliedern mit großem Interesse verfolgt. Besonders begrüßt wurde diese Einrichtung von den einzelnen Verbänden, für die das Vereinshaus an der Mathildestraße schon lange nicht mehr ausreichte. Sie entwickelten Akivitäten, die sehr abhängig waren von den zur Verfügung stehenden Räumen. Ganz gleich, ob es sich um die Alten- und Rentnergemeinschaft, Caritas, Frauengemeinschaft, Jugendgruppen, Kindergärten, Kindergruppen oder den Kirchenchor handelt; innerhalb jeder Gruppe werden Veranstaltungen durchgeführt, die zur Freude aller, die an ihnen teilnehmen, gedacht sind.

Nicht unerwähnt bleiben darf außer dem alljährlich stattfindenden Pfarrfest der im Turnus von Jahren ausgerichtete Weihnachtsbasar, der dank der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten beachtlich an Attraktivität und Erfolg gewonnen hat.
Immer wieder sind Mitglieder der Gemeinde bereit, ehrenamtlich kostbare Artikel für den Verkauf zu fertigen. Der jeweilige Gewinn ist zum größten Teil für eine Missionsstation in Afrika bestimmt. Dank der guten Verbindung, die durch Frau Sieche zu dieser Station besteht, können sich die vielen Helferinnen und Helfer anhand von Bildmaterial und ausführlichen Briefen über die Fortschritte in der Missionsstation in Afrika informieren.

Am 5. Februar 1977 wurde im Rahmen einer feierlichen Vorabendmesse der jetzt in der Kirche stehende, von dem Bildhauer Gottfried Kappen geschaffene Altar aus weißem Sandstein geweiht. Die den Tabernakel tragende Stele und der Altar weisen mit ihren Ornamentmotiven Ähren und Reben symbolhaft auf ihre Bestimmung hin. Sie wirken durch ihre Klarheit, Schlichtheit und Sauberkeit.
Tabernakel und Ambo wurden von der Künstlerin Maria Fuß geschaffen. 
Schon 2 Monate nach der Altarweihe wurde der ebenfalls von Herrn Kappen aus Polyester gefertigte Kreuzweg geweiht.

Ostern im Saal des Pfarrheimes

Zum 75-jährigen Jubiläum der Kirche 1982 wurde das Gotteshaus einer Generalüberholung unterzogen, die es erforderlich machte, den Saal des Pfarrzentrums als "Notkirche" herzurichten.
Erst nach Arbeitsbeginn konnten umfangreiche, nicht einkalkulierte Bergschäden wahrgenommen werden, wodurch sich der ursprüngliche Fertigstellungstermin verzögerte. Doch Dank des großartigen Einsatzes von Männern und Jugendlichen und bei der Endreinigung der Kirche auch Frauen, konnte am 8. Mai zum ersten Gottesdienst nach der Renovierung geladen werden.
In feierlicher Prozession wurde das Allerheiligste wieder in die Kirche zurückgetragen. 
Das Ergebnis der Arbeiten wurde sehr positiv aufgenommen.

Im Pfarrgemeinderat rauchten die Köpfe bei der Vorbereitung der Festwoche anläßlich des bevorstehenden Jubiläums. Dieses Gremium war nach dem 2. Vatikanischen Konzil, das eine größere Mitverantwortung der Laien forderte, ins Leben gerufen und zum ersten Mal 1968 gewählt worden.
In § 2 der Satzung über die Aufgaben des Gemeinderates heißt es: "Der Pfarrgemeinderat dient dem Aufbau einer lebendigen Pfarrgemeinde und der Verwirklichung des Heils- und Weltauftrages der Kirche. Er hat in Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, ja nach Sachbereichen und unter Beachtung diözesaner Regelungen beratend oder beschließend mitzuwirken."
Der im Jahre 1981 gewählte 1. Vorsitzende Hans Reidick verfasste eine Festschrift zum Jubiläum, die auf alle Fragen, die auf alle Fragen, die in Zusammenhang mit der Kirchengemeinde stehen, Antwort gibt. (Leider ist Herr Reidick inzwischen verstorben.)
Das Ergebnis der Beratungen war ein Programm, an dessen Gestaltung alle Verbände teilnahmen.
Es begann mit einer Eucharistiefeier und Predigt von Herrn Prälat Grave am 11./12. September 1982. Am 13.9. wurde zum Ewigen Gebet geladen und um 18 Uhr war das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz Hengsbach mit anschließendem Festakt im Pfarrzentrum.
Die nachfolgenden Tage der Woche wurden jeweils von den einzelnen Verbänden gestaltet.
Die Festwoche fand ihren Abschluß mit einer feierlichen Vesper am Sonntag dem 19. September 1982.

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