Chronik der Gemeinde St. Barbara Königshardt

 1776:                     Begründung einer Pfälzersiedlung auf der Königshardt.

19. Jhdt.:               Allmählicher Wandel der Lebensverhältnisse durch einsetzende Industrialisierung (z. B. Gutehoffnungshütte) und Abteufung von Schachtanlagen in der Nachbarschaft.

1897:                     Zusammenschluss der Katholiken auf der Königshardt im „Kirchbauverein St. Marien“ (heute: Kirchbauverein St. Barbara Königshardt e. V.).

1901:                     Gründung des Kirchenchores „Cäcilia“ (heute: Barbara-Chor).

1905:                     Gründung des „Knappen- und Arbeiterverein St. Marien“ (heute: Katholische Arbeitnehmer Bewegung).

28.10.1906:          Einweihung der Rektoratskirche St. Barbara (als vorübergehend zu nutzende und später zu Wohnzwecken umzubauende) „Notkirche“ durch den Guardian des Kapuzinerklosters und Errichtung eines eigenen Seelsorgebezirks innerhalb der Pfarrei St. Clemens.

02.05.1909:          Bestellung des (ersten) Pfarrrektors Heinrich Horstmann. Bis dahin seelsorgliche Betreuung durch die Sterkrader Kapuziner-Patres bzw. durch Geistliche der Mutterpfarrei St. Clemens.

30.11.1909:          Gründung des „Vereins christlicher Frauen und Mütter“ (heute: Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands).

02.11.1913:          Einweihung des kircheneigenen Friedhofs.

1914-1918            1. Weltkrieg.

1920:                     Beginn der Fronleichnamsprozessionen über öffentliche Straßen.

1923 - 1924:         Regelmäßige Sonntagsmessen für die belgischen Besatzungssoldaten.

22.01.1933:          Einweihung des Pfarrheims einschließlich einer Borromäus-Bücherei.

Ab 1933:               Zunehmende Einschränkung des religiösen Lebens durch das nationalsozialistische Regime.

11.11.1938:          Firmung von 128 Jugendlichen durch den damaligen Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen.

1.07.1939:            Die Ordensschwestern aus Münster, die bis dahin das Waisenhaus an der Everslohstraße betreut hatten, wurden gezwungen das Haus verlassen.

1939 – 1945         2. Weltkrieg.

1945                      Nach Ostern Bestattung der bei den Straßenkämpfen in und um Königshardt getöteten Menschen auf dem Gemeindefriedhof. 

1945 bis 1947:     Wiederherstellung der im Krieg weitgehend zerstörten „Notkirche“ durch Eigenleistung der Gemeinde.

1955 bis 1956:     Grundlegende Instandsetzungsarbeiten wegen schwerer Schäden am Mauerwerk durch die Gemeinde.

01.01.1958:          Eingliederung aus dem Bistum Münster in das neugegründete Bistum Essen.

14.02.1958:          Einweihung des Kindergartens (Erweiterungen und bauliche Veränderungen 1985, 2001 und 2006).  

Ab 1960:               Entwicklung der Königshardt zu einem beliebten Wohngebiet.

01.10.1963:          Übernahme des Werkskindergartens der Bergbau AG „Neue Hoffnung“ am Kleekamp (Aufgabe 1967).

1.06.1965:            St. Barbara wird durch Herauslösung aus der Mutterpfarrei St. Clemens selbstständige Kirchengemeinde und Rektoratspfarrei.  

                               Erster Pfarrer wurde Johannes Bruch, der seit dem 29.05.1959 in der Gemeinde tätig war.

1972 bis 1973:     Bau der neuen Pfarrkirche nach einem Entwurf der Oberhausener Architekten Funke und Craemer.

                                Fenster, Altar, Ambo, Tabernakel und Kreuzweg wurden von der Marienthaler Künstlerin Hildegard Bienen geschaffen, das Bronzekreuz über dem Altar von der Düsseldorfer Künstlerin Maria Fuß, und die Türgriffe und Apostelleuchten von der Ursulinenschwester Paula (Tisa von der Schulenburg) aus Dorsten.

01.09.1973:          Einweihung der neuen Kirche St. Barbara durch Bischof Dr. Franz Hengsbach.

19.09.1976           Weihe der durch die Firma Franz Breil in Dorsten gebauten und weitgehend durch Spenden finanzierten neuen Orgel.

06.1979:               Einweihung der seniorengerechten Wohnanlage „Seniorensitz St. Barbara“ und der damit verbundenen Begegnungsstätte.

 

1979:                          Ab 1979 prägte Emil Breithecker, der 2014 starb, die Geschicke der Gemeinde als Pfarrer bzw. Pastor.

1987 bis 1989:     Durch Spenden und Eigenleistungen wurde ein 26 Meter hoher Glockenturm mit fünf fünfstimmigen Geläut errichtet, der Vorhof der Kirche wurde ausgebaut und das Innere des Pfarrzentrums umgestaltet und erweitert.

1990:                     Gründung des „Fördervereins Amazonas e. V.“

1994:                     Umbau und Erweiterung der Sakristei und des Gemeindesaals

Karfreitag 1995:  Einweihung des Kreuzwegs auf der Bergehalde der Zeche Prosper-Haniel durch Bischof Dr. Hubert Luthe.

                               Begründung einer „Karfreitagstradition“: Begehung des Haldenkreuzwegs an jedem Karfreitag um 10.00 Uhr.

2001:                     Künstlerische Neugestaltung und Verbreiterung des Weges zwischen Kirche und Friedhof.

3.06.2003:            Erste Probe des Chores für das sog. Neue Geistliche Lied „Cantus Novus“.

2006:                     Umwandlung des bis dahin dem Kirchenvorstand zugeordneten Kirchbauereins in einen rechtlich selbständigen eingetragenen Verein mit Ziel des Erhalts des Gemeindezentrum St. Barbara als kirchliches und kulturelles Zentrum der Königshardt und  der Unterstützung der Gemeindearbeit.

2007:                     „Zupfarrung“ der Kirchengemeinde St. Barbara in die Großpfarrei St. Clemens Im Rahmen der Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum Essen.

2007:                     Übertragung des Kindergartens auf den KiTa-Zweckverband im Bistum Essen.

2013:                     Zurruhesetzung von Prälat Emil Breithecker, dem letzten Pfarrer von St. Barbara und langjährigen Stadtdechanten von Oberhausen.

                               Beauftragung des Gemeindereferenten Berthold Rzymski mit Koordinierungsaufgaben für die Gemeinde St. Barbara und des Pastors der benachbarten Gemeinde St. Theresia vom Kinde Jesu  Hans-Werner Hegh als „Rector Ecclesia“.

 Benutzte Quellen:

Kath. Kirchengemeinde St. Barbara: 75 Jahre St. Barbara Königshardt - Festschrift und

Pfarrchronik 1906 – 1981, Oberhausen,1981

Kath. Kirchengemeinde St. Barbara: 100 Jahre St. Barbara – 1906 – 2006 Lebendige Gemeinde,

Oberhausen, 2006

Pawlowki-Grütz / Gnaudschun: Stationen der Vergangenheit II – Geschichte und Geschichten

der Königshardt, Oberhausen, 2015