Die Jahrhundertwende

Wandern wir gemeinsam durch die Vergangenheit und beginnen wir mit der Jahrhundertwende, als durch die Ansiedlung von Schwerindustrie und Bergbau unsere jetzige Stadt sich immer weiter ausdehnte. Die ortsansässigen Arbeitskräfte reichten nicht mehr aus und es wurden vornehmlich in den niederrheinischen Landbezirken und in den damaligen Ostgebieten junge, kräftige Männer angeworben und viele wagten den Schritt in ein neues Leben.
Ein Arbeitsplatz war ihnen sicher und eine Unterkunft fand sich schnell bei Familien, die einen oder auch mehrere in Kost und Logis nahmen. Es kam vor, daß sich zwei Männer ein Bett teilten, während der eine auf "Nachschicht" war, schlief der andere der auf Tagschicht ging. Das Bett wurde erst garnicht richtig kalt.

Schnell lebten sich die Männer ein, scheuten keine noch so schwere Arbeit und verdienten ihr gutes Geld, so daß sie bald an's heiraten dachten. Sie holten sich aus der Heimat ihre Freundin oder Braut, suchten sich eine Wohnung - Werkswohnungen von der Zeche oder Hütte waren bevorzugt - und gründeten eine Familie.
Der Kindersegen blieb nicht aus und die Bevölkerungszahl ging immer weiter in die Höhe.

 

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