1. Liturgiegespräch

Am Mittwoch, dem 18. September 2013, kamen interessierte Gemeindemitglieder zum 1. Liturgiegespräch in unserem Gemeindeheim zusammen. In diesem Gespräch ging es nicht um Belehrung, sondern um Reflexionen und Mutmachen zu einem lebendigen Gottesdienst.

Zu Beginn gab es einen kurzen Impuls. Drei Thesen, die weit verbreitet sind, und Anti-Thesen wurden kurz vorgestellt.

1. These: „Jeder Gottesdienst ist eine Heilige Messe!“ Alle Gottesdienstformen werden als Heilige Messe bezeichnet, egal ob es sich hierbei um eine Maiandacht oder eine Wort-Gottes-Feier oder tatsächlich um eine Eucharistiefeier handelt. Der Reichtum der Verschiedenheit wird kaum noch wahrgenommen.

Anti-These: „Jede Heilige Messe ist ein Gottesdienst!“ Aber nicht jeder Gottesdienst ist eine Heilige Messe. Die Vielfältigkeit der Liturgie muss den Menschen wieder bewusst gemacht werden.

2. These: „Es gibt eine Hierarchie der Wertigkeit.“ Ein Gottesdienst ist nur gut, wenn ein Priester ihm vorsteht, wenn überhaupt ein Diakon, sonst ist er nichts wert.

Anti-These: „Es gibt zwar eine Hierarchie der Wertigkeit, aber nur in der Liturgieform.“ Die Hochform der Liturgie ist die Eucharistiefeier. Alle anderen Gottesdienste stehen auf derselben Stufe, unabhängig von dem/der Vorsteher/in. Sicherlich hat eine Wort-Gottes-Feier mit Kommunionausteilung noch einmal einen besonderen Stellenwert.

3. These: „Ehrenamtliche Gottesdienstleiter/innen wollen nur sich selbst verwirklichen.“ Manchmal hört man diesen zumeist unberechtigten Vorwurf. Es ist ungewohnt und für manch einen Christen schwer zu akzeptieren, dass ein/e ehrenamtliche/r Gottesdienstleiter/in, den man auch bei anderen Aktivitäten erlebt, „plötzlich“ einem Gottesdienst vorsteht.

Anti-These: „Verkündigung ist nur glaubwürdig, wenn der/die Leiter/in auch dahinter steht, was er/sie tut!“ Ein wichtiger Aspekt in all unserem christlichen Tun, besonders auch in der Liturgie, ist die Glaubwürdigkeit. Um es auf den Punkt zu bringen: „Ich kann nicht Selters predigen, und selbst Wein trinken.“

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Einheit in der Vielfalt

Gerade in den Gottesdienstformen gibt es eine vielfältige Ausprägung, die lohnt, entdeckt und wiederentdeckt zu werden.Alle Getauften sind berufen. Jeder Christ ist durch seine Taufe und Firmung dazu berufen, mit einer „Ausbildung“ einen Gottesdienst zu gestalten und / oder auch zu leiten.

Gottesdienst = Menschendienst

Ein Gottesdienst ist ein Dienst an Gott, aber er kann nicht geschehen, wenn die Menschen als Kinder Gottes außer Acht gelassen werden, deswegen ist ein Gottesdienst immer auch ein Dienst am Menschen, und ein Dienst am Menschen ist auch im nicht liturgischen Sinne ein Gottesdienst.

Finden der richtigen Balance

„Weniger ist mehr, aber manchmal ist zu wenig, auch nicht mehr.“ Ein Gottesdienst kann auch „nach hinten losgehen“, wenn er von an sich guten Gedanken überfrachtet wird, oder kein roter Faden erkennbar ist.

Mut zum Bearbeiten

Es ist einfach, vorgefertigte Gottesdienste zu übernehmen. Allerdings wird oft sofort erkannt, dass ein fremd vorgefertigter Text nicht die eigenen Worte sind. Deswegen darf der/die Gottesdienstgestalter/in bzw. ~leiter/in den Mut haben, fremde Texte zu seinen eigenen Texten zu machen. Ausnahme sind natürlich Zitate oder ähnliches.

Mut zum Ausprobieren

Ein Gottesdienst muss einen roten Faden haben, aber es kann immer wieder passieren, dass der rote Faden, den der/die Gestalter/in selbst sieht, von anderen nicht wahrgenommen wird. Da gilt der Grundsatz: „Nicht entmutigen lassen, und daraus lernen.“ Mut zu haben, neue Gottesdienstformen auszuprobieren. Wenn es gut läuft, dann ist es gut, wenn nicht, dann nicht entmutigen lassen.

Der Erfolg eines Gottesdienstes zeichnet sich nicht aus, wie viele Menschen kommen, sondern wie viel sie mitnehmen. Gottesdienstformen

Es gibt viele unterschiedliche Gottesdienstformen, die den reichen Schatz der Liturgie ausmachen. Im Folgenden ist aufgelistet, welche Formen beim Liturgiegespräch genannt wurden. Es war spannend, zu sehen, wie vielfältig Liturgie sein kann.

Gottesdienstformen, bei denen ein Priester notwendig ist: Eucharistiefeier (auch für Kinder, Familien, Jugend, Frauen, Senioren …); Sakramentenspendung (Krankensalbung, Beichte und mit bischöflicher Beauftragung: Firmung)

Gottesdienstformen, bei denen ein Priester oder Diakon notwendig ist: Sakramentenspendung (Taufe und Trauung) Anbetung mit Eucharistischem Segen

Gottesdienstformen, bei denen kein Priester oder Diakon notwendig ist: Andachten (Rosenkranz, Mai, Kreuzweg …); Bußgottesdienst; Beerdigung; Agapemahl; Prozession/Wallfahrt; Litanei; Gebet; Anbetung; Stundengebet; Meditation; Segensfeier (mit gewissen Einschränkungen); Fußwaschung (außerhalb von Gründonnerstag); Katechese; Ökumenischer Gottesdienst; Kranken- und Hauskommunion; Wort-Gottes-Feier ohne Kommunionausteilung; Wort-Gottes-Feier mit Kommunionausteilung (nur an den Tagen, an denen eine Hl. Messe vorgesehen war. Am Sonntag nur in besonderen Ausnahmenfällen, wenn der Priester plötzlich ausfällt, und kein anderer Priester erreichbar ist) Es gibt bestimmt noch andere nichtgenannte Formen, die es in Zukunft zu entdecken gilt.

Es geht nicht darum, den Priester oder den Diakon zu entlasten oder gar überflüssig zu machen, sondern Liturgie bedeutet auch, seiner eigenen Spiritualität und seinem Glauben Raum zu geben, weiterzuentwickeln und mit anderen zu teilen. Der Apostel Paulus schreibt im ersten Korintherbrief: „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.“ 1 Kor 12,4f

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2. Liturgiegespräch

Am Mittwoch, dem 29. Januar 2014, kamen interessierte Gemeindemitglieder zum 2. Liturgiegespräch in unserem Gemeindeheim zusammen. In diesem Liturgiegespräch ging es um die Gottesdienste, besonders um die Heilige Messe, aber nicht die Äußerlichkeiten standen im Mittelpunkt. „Lange Kerzen machen einen Gottesdienst nicht besser“ sondern um die ganz konkrete Gottesdienstgestaltung.

Es führen viele Wege zum einem Gottesdienst.

Manchmal braucht man sehr lange, bis einem eine zündende Idee gelingt;

manchmal hört der/ die Vorbereiter/in von einem Thema für einen Gottesdienst, und er/sie weiß sofort, wie eine Gestaltung aussehen kann;

manchmal ist der Weg zu einem Gottesdienst sehr verschlungen, weil die angedachten Gottesdienstelemente nicht zusammenpassen, man muss sich neu orientieren;

manchmal ist der Weg recht kompliziert, weil man sich einem schwierigen Thema erst langsam annähern muss;

manchmal möchte man alle Gedanken und Ideen, die man zu einem Gottesdienstthema hat, mit hineinnehmen, und bemerkt nicht, dass der Gottesdienst überladen ist;

manchmal bemerkt der/die Gottesdienstteilnehmer/in, dass der/die Vorbereiter/in sich keine Gedanken gemacht hat, und dadurch wird der Gottesdienst lieb- und lustlos;

manchmal hat man über kurz oder lang eine Idee, die sich zu einem starken Gottesdienst entwickelt.

Exemplarisch haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen vier Gottesdienstentwürfe unter den Fragestellungen: „Was fällt Ihnen besonders an diesem Gottesdienst auf?“ und „Formulieren Sie ein Leitwort“ analysiert. Von den vier unterschiedlichen thematischen Entwürfen für die Heilige Messe wurden drei in anderen Gemeinden gehalten, und ein Entwurf entstammte aus der Literatur. Schnell wurde klar, dass manche dieser Gottesdienst zu textlastig bzw. von ihren Inhalten aufgrund der Zielgruppe zu lang oder zu schwierig waren. Ein gehaltener Gottesdienstentwurf war sogar am Thema vorbei konzipiert. An diesen Beispielen wurde aufgezeigt, dass eine Gottesdienstgestaltung auch auf unterschiedlicher Weise schief gehen kann, dass man sich dadurch nicht entmutigen darf, sondern aus diesen Erfahrung lernen kann.

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Hierzu sind hilfreiche Fragen, die sich ein Vorbereitungsteam oder ein/e Vorbereiter/in stellen kann, unterstützend.

1. Frage: Welche Gottesdienstform?

Natürlich muss am Anfang einer Vorbereitung klar sein, welche Gottesdienstform (z.B. Hl. Messe, Andacht, Wort-Gottesfeier,… siehe auch 1. Liturgiegespräch) gestaltet werden soll.

2. Frage: Welche Zielgruppe will ich ansprechen?

Es ist wichtig, eine bestimmte Zielgruppe, die mit diesem Gottesdienst angesprochen werden soll, in den Blick zu nehmen. Natürlich kann und soll kein Gottesdienst ausschließend sein, aber es ist hilfreich, gerade in der Liedauswahl oder auch in der textlichen Gestaltung.

3. Frage: Ist ein Roter Faden vorhanden und ist klar erkennbar, in den Texten, in den Liedern…?

Eine grundlegende Frage und auch Herausforderung für die Vorbereitenden. Die Auswahl von Texten und Liedern sollen inhaltlich aufeinander abgestimmt sein. Gerade bei den Liedern besteht leicht die Gefahr, nur wegen der Beliebtheit alle Strophen zu nehmen.

4. Frage: Ist ein Spannungsbogen vorhanden?

Mit Spannungsbogen ist gemeint, dass die Vorbereitenden nicht alles in den Wortgottesdienst „packen“ und anschließend kommt „nur noch“ die Eucharistiefeier. Texte und Aktionen über den gesamten Gottesdienst verteilt, erhöhen die Aufmerksamkeit. Manchmal kann es auch reizvoll sein, ein Thema inhaltlich zu steigern bis zur seiner Auflösung am Ende. Außerdem darf im Gegensatz zum Roten Faden der Spannungsbogen auch mal unterbrochen werden, um die Aufmerksamkeit neu zu schärfen.

5. Frage: Was will ich den Menschen mitgeben?

Ein Zielsatz, den man dem/der Gottesdienstteilnehmer/in nicht mitteilt, hilft den Vorbereitenden sehr, einen Gottesdienst inhaltlich zu gestalten und vorzubereiten, und vermeidet auch eine Überfrachtung von Texten und Aktionen.

6. Frage: Wie ist der zeitliche Rahmen?

Natürlich dauert jeder Gottesdienst so lang, bis er zu Ende ist. Jedoch sollte ein Überstrapazieren vermieden werden. Manchmal ist weniger mehr.

„Bringt euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer dar, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.“ Röm 12,1

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3. Liturgiegespräch

Am Mittwoch, dem 11. Juni 2014, kamen interessierte Gemeindemitglieder zum 3. Liturgiegespräch in unserem Gemeindeheim zusammen. In diesem Liturgiegespräch ging es um die Sprache in den Gottesdiensten. In unserem Alltag begegnen uns fremdsprachige Wörter, die viele nicht verstehen. Im Gottesdienst bzw. in der Liturgie sind es nicht unbedingt eingedeutschte Fremdwörter, sondern vor allen sind es Begriffe und Symbole, die heute nicht mehr verständlich sind.

Die Sprache als unverständliche Sprache

Ein Beispiel: Der Prediger sagt: „Die Eschatologie im Leben wird die Transzendenz sein.“ Kaum eine Zuhörerin oder ein Zuhörer versteht diesen Satz bzw. seinen Inhalt. Einfacher übersetzt heißt der Satz: „Am Ende des Lebens werden wir in das himmlische Reich Gottes aufgenommen“. Oft wird sich gerne hinter theologische Begriffe versteckt, um dem Gesagten noch mehr Gewicht zu verleihen. Aber gerade darin besteht die Gefahr, dass eine richtige Aussage zur unverständlichen Floskel wird.

Die Sprache als veraltete Sprache

Viel zu oft sind Gebete und Texte, die in der Liturgie verwendet werden, in ihrer Sprache veraltet. Ein Beispiel: „In deine Hände, gütiger Vater, befehlen wir die Seele unseres Bruders N., gestützt auf die sichere Hoffnung, dass er wie alle, die in Christus gestorben sind, mit Christus auferstehen wird am Jüngsten Tag. Wir danken dir für alle Wohltaten, mit denen du deinen Diener in diesem irdischen Leben so reich beschenkt hast, dass sie uns zu Zeichen deiner Güte und der seligen Gemeinschaft der Heiligen in Christus geworden sind. Die Ohren deiner Barmherzigkeit mögen daher für unsere Bitten offenstehen, Herr, damit sich deinem Diener die Pforten des Paradieses auftun. Uns aber, die wir zurückbleiben, gib die Kraft, einander zu trösten mit der Botschaft des Glaubens bis wir alle vereint sind in Christus und so auch mit unserem Bruder allezeit bei dir sein können. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Dieser Text aus dem Ritus zur Beerdigung, den es auch für eine verstorbene Schwester gibt, stammt aus dem Jahre 2009. Es ist der gescheiterte Versuch, die Texte moderner zu gestalten. Stattdessen sind Wortwahl, Ausdrucksweise und Satzlänge in der Praxis sowohl für diejenigen, die der Beerdigung vorstehen, als auch für die Trauergäste recht unverständlich und unpraktisch.

Die Sprache als eine Sprache, ohne Überraschungen

Texte, Gebete und Predigten haben selten einen Spannungsbogen, so dass überraschende Momente oft ausbleiben. Bei Predigten weiß der Zuhörer / die Zuhörerin oft schon zu Beginn, worauf der Prediger hinzielt. Bei Gebeten ist das Überraschungsmoment für den kirchlich Nahestehenden öfter sehr schwer hervorzurufen. Meist weiß er/sie schon beim ersten Satz, um was es geht. Ein Beispiel: „Ich danke dir, Vater im Himmel, dass ich aus Wasser und Geist neu geboren wurde in der Taufe. Ich darf mich dein Kind nennen, denn du hast mich aus Schuld und Tod gerufen und mir Anteil an deinem Leben geschenkt. Ich danke dir, Jesus Christus, Sohn des Vaters, für deinen Tod und deine Auferstehung. Wie die Rebe mit dem Weinstock, so bin ich mit dir verbunden; ich bin Glied an deinem Leib, aufgenommen in das heilige Volk zum Lob der Herrlichkeit des Vaters. Ich danke dir, Heiliger Geist, dass deine Liebe ausgegossen ist in unsere Herzen. Du lebst in mir und willst mich führen zu einem Leben, das Gott bezeugt und den Brüdern dient. So kann ich einst mit allen Heiligen das Erbe empfangen, das denen bereitet ist, die Gott lieben.“ Gotteslob 1975, Nr. 50,2

Nach dem ersten Satz dieses Dankgebetes zur Taufe wird nur Altbekanntes gesagt, und die Aufmerksamkeit wird dadurch abgeschwächt. Für einen Fernstehenden ist dieser Beispieltext oft in seiner Sprache unverständlich, weil es nicht aus seiner Erfahrungswelt entstammt. Abschließend soll aber darauf hingewiesen werden, dass nicht alle Texte, Gebete und Predigten „über Bord“ geworfen werden müssen, sondern es geht nur darum, sie kritisch zu hinterfragen.

Exemplarisch haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen vier Tagesgebete unter den Aufgabenstellungen: „Was erfahren Sie über die Tagesbotschaft?“ und „Formulieren Sie das Gebet so um, dass die Tagesbotschaft allgemein verständlicher wird“ analysiert.

Die umformulierten Gebete wurden in den Hl. Messen verwendet. Für die Vorbereitung von Gottesdiensten sind folgende Hilfestellungen unterstützend.

Verstehen

Wichtig ist nicht nur das eigene Verstehen eines Textes, sondern auch welche Alters- und/oder Zielgruppe ist entscheidend. Dies gilt für die Wortwahl und auch für den Satzbau. Lange, in sich verschachtelte Sätze, die geschrieben vielleicht verständlich sind, werden durch das gesprochene Wort unverständlich.

Mut haben

Geschriebene Texte sind veränderbar, denn mit Ausnahme von der Heiligen Schrift sind sie kein „Evangelium“. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass der Text nicht sinnentleert bzw. sinnentstellt wird.

Manchmal reicht nur ein Wort

Es recht oft aus, nur ein Wort zu ändern, einen langen Satz in mehrere kurze Sätze  umzuwandeln, um einen Text verständlicher bzw. auch moderner zu gestalten.

Inhalt des Gebetes

Wichtig ist, dass bei den Gebeten, der Inhalt schlüssig und klar strukturiert ist.

Überraschungsmöglichkeiten

Oft wird bei Texten schon nach dem ersten Satz klar, worauf es hinausläuft. Weshalb nicht mal einen Text mit einem überraschenden Moment gestalten. Ein gutes Beispiel hierzu ist ein Text von Huub Oosterhuis aus dem Jahr 1966, der von Lothar Zenetti ins Deutsche übersetzt wurde. Hierin erfährt der/die Zuhörende erst am Ende eine gewisse Auflösung.

„Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen. Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen? Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Kindern leben. Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.“ Gotteslob 2013, Nr. 422

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